MARTIN WILLING

BEWEGTE KUNST

Kontakt

T: +49 (0) 170 830 58 40

E: info@martinwilling.com

Search

Martin Willing bei der Arbeit an einer Dreibandscheibe
Biographie

Über den Künstler

Martin Willing (*1958 in Bocholt) erkundet mit seinen bewegten Metallskulpturen aus Stahl, Duraluminium und  Titan Raum und Form in ihrer Bedingtheit zueinander und in ihrer Flüchtigkeit und transitorischen Natur.

Seine Skulpturen schwingen im Raum. Der herkömmliche Begriff von kinetischer Kunst wird den Arbeiten jedoch nicht gerecht. Die Bewegtheit der so elegant wie solitär wirkenden, oft aus einem Stück gefertigten Skulpturen, basiert nicht auf Motoren oder Gelenken und Scharnieren. Vielmehr genügt ein Antippen mit der Hand oder ein Luftzug, um eine Kugel, einen Kegel, einen Trichter, einen Kubus oder einen Ring in Bewegung zu setzen. Wie zu einem anderen Leben erweckt, verändern sie ihre Gestalt. Sich öffnende Zwischenräume und rhythmische Ausdehnungen im Raum sind genauso Bestandteile dieser Skulpturen wie ihre feste, exakt definierte geometrische Form im Ruhezustand.

Martin Willing hat während der letzten 30 Jahre ein umfangreiches Werk geschaffen, das in seiner Ästhetik und Tiefe unverwechselbar ist. Seit Anfang der 1980er Jahre sind seine bewegten Skulpturen in Ausstellungen in Deutschland und im Ausland zu sehen.

Arbeiten des Künstlers, der in Köln lebt und arbeitet, befinden sich in zahlreichen Museen wie auch in renommierten Unternehmenssammlungen. Windbewegte Großskulpturen im öffentlichen Raum, die Martin Willing in langwierigen Prozessen entwickelt, haben in seinem Werk einen besonderen Stellenwert.

Die staunenswerte Dynamik seiner Skulpturen entwickelt der Künstler aus der dem Metall innewohnenden Schwingungsfähigkeit. Dafür spannt er Metallbänder und -stäbe gegen die Schwerkraft vor, er „lädt sie auf“ mit dieser Spannkraft und ermöglicht ihnen damit erst, sich frei in den Raum zu erstrecken.

Derart gespannt gegen die Erdschwere, vollziehen Martin Willings Skulpturen äußerst nuancierte und vielfältige Bewegungsformen im Raum. Es geht Willing dabei nicht um das Erzeugen einer gleichmäßigen, beständigen und nicht endenden Bewegung. Sein Streben richtet sich vielmehr auf die Dramaturgie der Bewegung, zwischen Ausdehnung, Verlangsamung und Stillstand.

Seine Skulpturen sind eine poetische Einladung, skulpturale Form in der räumlichen und zeitlichen Dimension neu zu begreifen. Sie wecken unwillkürlich unsere Neugierde, unser Bedürfnis, begreifen zu wollen – und zwar ganz unmittelbar in dem haptischen Impuls, die im Ruhezustand so stabil wirkenden geometrischen Formen durch Berührung in Bewegung zu setzen.

Durch ihr vielfältiges Eigenleben – sie pendeln, tänzeln, schwanken, kreiseln, federn, taumeln und vibrieren – ziehen Willings Skulpturen in den Bann und erwecken darüber hinaus Staunen. Jede Form hat eine ihr eigene Bewegung, dabei oszilliert jede betrachtete Skulptur zwischen geometrisch definierter Form im Stillstand und elastisch sich ändernder Form beim Auf- und Abebben der jeweiligen Schwingung; sie erhält erst in der Bewegung (Raum) und Dauer (Zeit) ihren Sinn.

Biographie

2000-2020

Köln Skulptur #2 bis #10, windbewegte Außenskulptur Quadratschichtung, zweiachsig, wachsend aus Titan im Skulpturenpark Köln

2020

Form und Bewegung, Carlernst Kürten-Stiftung Unna

Kunst bewegt – 8 Positionen kinetischer Kunst, Städtische Galerie Cordonhaus Cham

2019

Schwingung im Metall, Kulturspeicher Würzburg (mit Helmut Dirnaichner) 

Marc Angeli und Martin Willing, Sebastian Fath Contemporary Mannheim 

In guter Gesellschaft, Neuer Kunstverein Aschaffenburg

Kunst bewegt – 8 Positionen kinetischer Kunst, Galerie Tobias Schrade, Ulm

2018

Ihre Form bestimmt ihre Bewegung, Experimente mit Metall und Schwerkraft, Cadoro, Zentrum für Kunst und Wissenschaft, Galerie Dorothea van der Koelen Mainz 

Geradezu beschwingt, Städtische Galerie, Speyer

2017

sculpting motion, Hollis Taggart Galleries, New York, USA

Kinetische Objekte, Sebastian Fath Contemporary, Mannheim

2016

Ganzheit als Prinzip, Galerie Renate Bender München (mit Peter Weber)

Metaphores et ondulations, Galerie Lahumiere Paris (mit Hans Jörg Glattfelder)

2014

Ganzheit als Prinzip, Städtische Galerie Ada Meiningen (mit Peter Weber)

2013

arts meets science, Fraunhofer Haus München

2012

Sinkend, steigend, schwankend, sich in den Raum windend, Skulpturen und Objekte 1982-2012, Galerie Dorothea van der Koelen, Mainz

2011-2012

Kunst am Bau-Projekt Orbital, 5 Meter hohe Rohr-Skulptur vor dem Präzisionslabor des Max-Planck-Instituts für Festkörperforschung, Stuttgart

2011

Esculturas, Espacio Micus Ibiza, Spanien

Metall Papier – Komplementär, Emsdettener Kunstverein (mit Angela Glajcar)

Schwingung und Bewegung, antistatische Skulpturen, Galerie & Edition Gudrun Spielvogel, München

Martin Willing – Skulpturen, Edition & Galerie Hoffmann, Friedberg

2010

Martin Willing – Ausstellung # 282, Galerie St. Johann, Saarbrücken

Außenskulpturen, Galerie Wilfried Utermann, Dortmund mit Orbital, erste großformatige Skulptur dieses Werkkomplexes 

Positionen, Forum Konkrete Kunst Erfurt

2009

Sebastian Fath Contemporary, Mannheim (mit Madeleine Dietz) 

Hommage an das Quadrat, Museum Ritter Waldenbuch

When ideas become form, La Galleria, Venezia, Italien

2008

Martin Willing – Skulpturen, Hubertus Melsheimer Kunsthandel, Köln

Geschnittene Flächen- und Hohlkörper, Membran und Wabenskulpturen, Galerie Dorothea van der Koelen, Mainz 

2007

Geometrisk Abstraktion XXVI, Galerie Konstruktiv Tendens, Stockholm, Schweden

Ausgerechnet … Mathematik und Konkrete Kunst, Kulturspeicher Würzburg

Bewegung im Quadrat, Museum Ritter, Waldenbuch

2005-2007

Gestrecktes Hyperboloid, Höhenachse zehnfach II, 14 Meter hohe windbewegte Skulptur, Siegen-Geisweid
Weiterentwicklung und bisher größtes Format im öffentlichen Raum 

2005

Skulpturen gegen die Schwere, Stiftung für konkrete Kunst, Freiburg

2003-2005

Erster Preis im KunstamBauWettbewerb der Fraunhofer Gesellschaft München  

für Gestrecktes Hyperboloid, Höhenachse zehnfach, Standort Kaiserslautern

ab 2003

Entwicklung von Waben- und Membranskulpturen, Schwingungen von geschlossenen Flächen und Bandstrukturen

2003

Mit Sinnen, Skulpturenmuseum Glaskasten Marl

2002

Martin Willing – Skulpturen, Studio A Otterndorf, Museum gegenstandsfreier Kunst, Otterndorf

Ausstellungsreihe: Drehen, Kreisen, Rotieren … Kunst in Bewegung 

Museum im Kulturspeicher Würzburg; Kunstmuseum Heidenheim;  

Pfalzgalerie Kaiserslautern; Kunstmuseum Ahlen 

Brücke, erste vollständig im Rechner konzipierte Schwingungsskulptur  

ab 2001

eigene FEM-Berechnungen mit I-DEAS

2001

Metallschwingungen, Dreh- und Mehrfachschnitte, Galerie Dieter Wilbrand, Köln

2000

Flächenschnitte – Körperschnitte, Schwingende Skulpturen 1979 –1999  

Treptowers, Sammlung Allianz, Berlin 

1999-2000

Bau einer 7 Meter hohen windbewegten Außenskulptur aus Titan Quadratschichtung, zweiachsig, wachsend, für den Skulpturenpark Köln, optimiert mit FEM-Modalanalyse 

1999

Im Gehen sehen, Kunst am Bau Projekt, Treptowers Sammlung Allianz, Berlin

1998

Überlagerungen von zwei oder drei Metallschnitten

1997

Spannung – Erstreckung – Bewegung, Metallskulpturen 1995–97, Galerie Dieter Wilbrand, Köln

Quadratschnitt, zum Kubus geschichtet, Ankaufspreis der 13. Internationalen 

Biennale der Kleinplastik, Slowenien, Deutschland  

Geschichtete Säule, Auftragsarbeit für das Städtische Museum 

Gelsenkirchen, Ankauf 

21. Ausstellung der japanischen Metallbildner, Goethe-Institut Tokyo, Japan

1996

Ausstellungsreihe Körperschnitte – BewegungsräumePfalzgalerie Kaiserslautern; Franziskaner-Museum der Städtischen Galerie Villingen-Schwenningen; Institut für moderne Kunst Nürnberg 

1995

Balance und Bewegung Kinetische Metallobjekte, Städtisches Museum 

Gelsenkirchen

Doppelschwinger, erster Massivschnitt. 

1994

Kölner Premieren ’94, Galerie Dieter Wilbrand, Köln

1993

Preis des Vereins für bildende Kunst Köln

Radiale Schichtungen, Schwingung bis zum Kern der Skulptur  

ab 1992

Programme zur Erstellung von Ab- und Aufwicklungen und Schichtungen

1991

Martin Willing – Skulpturen 1989–1991, Galerie Dieter Wilbrand, Köln

Projektstipendium Fritz-Berg-Gedächtnis-Fonds der SIHK in Hagen zur Realisierung der Skulptur Trichter (1995–1998)

Beginn der Computerarbeit, erste Programmierungen in Autolisp

1990

Aufwicklung von spiraligen Flächen zu Raumspiralen, schwingende Oberflächenkörper

1989

ruimtelijk werk, Provinciehuis Zwolle, Niederlande 

Bewegte Skulpturen, Galerie Dieter Wilbrand, Köln 

Junger Westen, Kunsthalle Recklinghausen 

1988

Sich in den Raum windender Stab, erste windbewegte Außenskulptur, Kunst Überall Salzgitter 

Zehn : Zehn Neuer Berliner Kunstverein, Staatliche Kunsthalle, Berlin; Josef-Haubrich-Kunsthalle Köln 

Keilförmige und konische Materialquerschnitte, potentiell unendlich lange Skulpturkörper; die Skulptur Hügel erreicht eine Stablänge von 33 Metern 

1987

Skulpturen im Grenzbereich von Statik und Dynamik, Stillstand und Bewegung, 

Galerie Dieter Wilbrand, Köln  

Bewegte Skulptur, Euregio Kunstkreis, Bocholt 

1986-1988

Referendariat am Studienseminar Neuss, Zweites Staatsexamen Kunst und Physik

1985

5 mal Skulptur, Westfälischer Kunstverein Münster

Studiogalerie 7, Stipendium des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe
Ausstellungsreihe im Kunstverein Gelsenkirchen und Museum Abtei Liesborn

1984

Meisterschüler bei Professor Hans-Paul Isenrath

1983

Spirale und Schichtung als Bauprinzip, Konzentration der Schwingung

1981 und 1982

Preise des Fördervereins der Kunstakademie Münster  

1981

Förderpreis Skulpturen und Objekte, Westfälischer Kunstverein Münster

1979

Raumgreifende, eigenbewegte Stäbe. Entdeckung der Schwingung 

1978-1979

Experimente mit Schwerkraft, Magnetismus, Elektrischem Strom und Gleichgewicht

1978-1985

Studium an der Staatlichen Kunstakademie Münster bei Hans-Paul Isenrath  

Studium der Physik an der Westfälischen Wilhelms Universität Münster

1958

in Bocholt geboren